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Original-Bericht über den 18. Internationalen Rheingauer Ostereiermarkt 2013 aus dem

Rheingau Echo

vom 28. Februar 2013

Fesselnder Spaziergang mit den Augen durch die Welt der Eierkunst
Beim internationalen Rheingauer Ostereiermarkt präsentierten
Aussteller aus elf Nationen ihre filigranen Kunstwerke

Rheingau. (mh) - Auch der 18. Internationale Rheingauer Ostereiermarkt in Kloster Eberbach erwies sich sowohl für Sammler als auch für Freunde filigraner Kunstwerke auf zerbrechlichen Schalen als wahre Fundgrube. 80 Aussteller aus elf Nationen ermöglichten mit rund 13.000 Exponaten den wiederum in großer Zahl erschienenen Besuchern einen fesselnden vorösterlichen Spaziergang mit den Augen durch die Welt der Eierkunst.

Die Aufnahme zeigt ein von Brunhilde und Gerhard Weiß geschaffenes Kunstwerk und stellt dar:
Maria, Josef und das Jesuskind in einem Osterei.

Um das hohe Niveau und die Spitzenstellung der Veranstaltung in Deutschland und den angrenzenden Ländern weiter zu festigen, hatte Organisatorin Johanna Neitzer auch in diesem Jahr langjährige Aussteller sowie zehn neue Künstler eingeladen, die einmal mehr einen hervorragenden Querschnitt durch die Welt der Kunst am Ei präsentierten.

"Nach dem Markt ist vor dem Markt" erläuterte Neitzer ihre "Strategie". Dazu gehören zum einen die frühzeitige Vergabe von Einladungen an besonders herausragende Künstler für den jeweils nächstjährigen Ostereiermarkt und zum anderen der Besuch hochwertiger Veranstaltungen vor allem in Deutschland, um in Eberbach Neuheiten präsentieren zu können. Weil jedoch immer mehr ältere Künstler aus diesem Metier ausscheiden und Nachwuchs rarer werde, gestalte sich die Organisation immer schwieriger.

Deshalb bezeichnete es Staatssekretärin Petra Müller-Klepper bei der offiziellen Eröffnung als ihr großes Anliegen, Johanna Neitzer für die Ausrichtung dieser grandiosen Veranstaltung zu danken. Mit dieser großartigen Meisterleistung habe sie auch dieses Jahr den Frühling in den Rheingau und die Vorfreude auf Ostern in das Herz der Besucher gebracht. In ihren Dank zog Müller-Klepper auch deren Familie ein, "die ihre Liebe zu einer jahrhundertealten und unverändert aktuellen Tradition mitträgt und ihr hilfreich zur Seite steht". Da Bräuche, wie diese, Generationen verbinden, sei es nicht nur eine vornehme Pflicht, sondern auch eine hehre Aufgabe, "diese zu pflegen, weiter zu geben und weiter zu entwickeln". Hierzu leiste diese Ausstellung einen wertvollen Beitrag.

Crème de la Crème   

Wie die Sammler und Besucher schnell feststellen konnten, waren durch die Anwesenheit der "Crème de la Crème" unter den Ostereierkünstler auch nahezu alle Techniken vertreten, dank deren Beherrschung mit viel Geduld, Können und Kreativität aus einem einfachen Ei filigrane Kunstwerke entstanden sind. Neben der sorbischen Eierkunst in Wachsbatik, die Bettina Borcherding und Elke Lenz präsentierten und die wiederum auf viel Interesse stieß, erwiesen sich die kleinen, in Kombination zweier Techniken hergestellten Kunstwerke von Hannelore Heise aus Berlin als echte Hingucker. Sie perforiert die Eierschalen nicht nur mit erstaunlicher Präzision, sondern bemalt sie anschließend sehr aufwendig mit Öl.

Eine besondere Faszination auf die Besucher übten auch die Exponate von Mary Gorter-Laumen aus den Niederlanden im Fabergé-Stil aus. Auch wenn diese nicht mit Juwelen besetzt waren, wie sie der französische Goldschmied für seine am russischen Zarenhof hoch geschätzten "Kunsteier" verwendet hatte, war ihr Stand stets dicht umlagert. Immer wieder dicht umstellt war auch der Tisch von Monika Weber-Satalino, die alte Märchen so lebendig auf das Ei zaubert, dass man den Eindruck gewinnen konnte, gleich würde der Wolf aus dem Bett springen und Rotkäppchen verschlingen. Deshalb ließen sich die Besucher gerne die Geschichte im "Ei-Umdrehen" erzählen. Gleiches gilt auch für die Kunstwerke von Ursula Kähn aus Frankfurt, auf denen auch die Anweisung zur Herstellung der "Frankfurter Grie Sooß" zu lesen war.

Sonnhild Rößler demonstriert bei Ihren Exponaten die große Kunst der unendlichen Perforation, bei der zusätzlich noch Malerei und Gravur das Ei gestalten. Dabei bohrt sie mit dem Zahnarztbohrer Hunderte von Löchern in das Ei. Kein Wunder, dass es bei dieser Art der "Eierveredlung" auch manchen Bruch gibt, wie sie zugab. Mit Tünde Csuhaj aus Ungarn hatte Johanna Neitzer erstmals eine Künstlerin eingeladen, deren auf Straußen- Nandu- und Emu-Eiern perforierte, gebohrte und geätzte stilistische, graphische Ornamente die Besucher in ihren Bann zogen. Zum zweiten Mal gehörte dagegen Jana Mrázová aus Tschechien als Weltklasse Meisterin auf dem Gebiet der Strohapplikationen dem exklusiven Kreise der Aussteller an.

Neue Aussteller

Erstmals in Kloster Eberbach präsent war auch Stefano de Bortoli aus Italien, dessen mit Bleistift vorgemalte und in Acrylfarbe vollendete Exponate fantasievolle Abbildungen von Gebäuden oder Landschaften zeigen. Neu war auch Inna Jakolewa aus Russland. Ihre auf Holzeiern gemalten Motive faszinierten vor allem auf Grund der Zartheit der Motive, die meist im Jugendstil gemalt sind. Mit Hans Jürgen Preuß war ein Künstler aus München vertreten, der sich als Meister der Perforation auf Gänse- Enten- und Emu-Eiern präsentierte, denen gefräste Blumen und vor allem Ornamente zu Grunde liegen. Da viele der Aussteller gerne bereit waren, auch einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen zu geben, war auch der Stand von Diana Neitzer immer wieder ein Anziehungspunkt. Dort konnten sich Besuchern mit Natureiern vom Zebrafinken- über das Hühner- bis zum Straußenei mit "Rohware" versorgen, um sich anschließend zu Hause selbst künstlerisch zu betätigen.

"It's really amazing", kam Jennifer Hastings aus Oklahoma/USA kaum aus dem Staunen heraus. Sie war in Begleitung ihrer beiden Freundinnen zum Ostereiermarkt gekommen, die diesen bereits im vergangenen Jahr besucht und davon geschwärmt hatten. Die drei unternehmungslustigen Amerikanerinnen befinden sich zur Zeit im Rahmen einer Reise durch Europa in Deutschland.

Wie in den Jahren zuvor wartete auch der 18. Internationale Rheingauer Ostereiermarkt mit einem attraktiven Rahmenprogramm auf. Während der Ausstellungszeit stets dicht besetzt war die Kindermalstube der Gymnastik-Damen aus Geisenheim. Gut besucht war auch der Stand mit den ersten Blumen als Frühlingsboten.

Der Weltmeister der Konditoren Bernd Siefert aus Michelstadt zauberte vor den Augen der begeisterten Zuschauer Köstlichkeiten zur Osterzeit. Die Mitglieder des Blasorchesters Hallgarten präsentierten in den Räumen des ehemaligen Brauhauses und des Badehauses im Souterrain Imbisse sowie Kaffee und Kuchen. Ferner konnten Besucher sich an Tropfen aus den Kellern des Staatsweingutes erfreuen.

Die Regelung der Verkehrsströme hatte in diesem Jahr eine professionelle Crew des Klosters übernommen. Gleichwohl bleibt das Problem des Parkens im Bereich von Kloster Eberbach ein Dauerbrenner. 

 

 

 

 

 

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Pressevoranmeldung 2013

18. Internationaler Rheingauer Ostereiermarkt

in Kloster Eberbach am 23. und 24. Februar 2013

Ja! Gibt es jetzt schon wieder den Ostereiermarkt? Es war doch erst Weihnachten - und es ist doch noch Winter! So rufen die meisten Menschen erstaunt aus, wenn sie den Flyer der Ausstellung zurzeit in die Hände bekommen. Aber Ostern ist nie an ein fixes Datum gebunden. Schon im Jahre 325 wurde auf dem Konzil in Nicaea festgelegt, dass das Osterfest an dem ersten Sonntag - nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert wird. Und da der Internationale Rheingauer Ostereiermarkt in Kloster Eberbach immer fünf Wochen vor Ostern stattfindet, so ergab sich in diesem Jahr das Datum der Ausstellung am 23. und 24. Februar 2013.  

Doch trotz dieser kalendarischen Winterzeit hat es die Organisatorin Frau Johanna Neitzer geschafft, den Frühling in das Laiendormitorium des altehrwürdigen Klosters zu zaubern. Dabei stehen ihr zur Seite 80 internationale Eierkünstler aus 11 verschiedenen Nationen. Und wie jedes Jahr ist es auch 2013 gelungen, wieder 10 neue Aussteller für diesen anspruchsvollen Markt zu gewinnen. Das Laiendormitorium erstrahlt nun auf einer Gesamtlänge von 83 Metern in vollem Glanz – und wenn dieser, an sich schon faszinierende Raum, über und über dekoriert ist, mit den, im österlichen Schmuck erstrahlenden Ausstellungsplätzen, mit mehr als zwölftausend farbigen Ostereiern und mit über hundert strahlenden Spot-Leuchten auf den Tischen der Künstler, dann ist es wahrlich ein überwältigendes Bild, eine echte Präsentation österlichen Brauchtums.  

Alle Techniken kann man hier finden. Von der klassischen Malerei in Aquarell-, Gouache-, Acryl-, und Ölfarben, über die, mittels Fräs-, Ätz- und Perforationstechnik verzierten Ostereier, bis zu Applikationen mit Blüten- und Blättercollagen, mit Salzteig, mit Hardanger Spitze, mit japanischem Washi und mit edlen Metallbändern. Natürlich dürfen auch die mit Hilfe von Wachs verzierten Bossiereier nicht fehlen und genau so wenig die, durch Batiktechnik entstandenen Kunstwerke aus der Lausitz und zudem die stilverwandten Verzierungen, oftmals kombiniert mit Kratztechnik, aus den osteuropäischen Ländern.

 Herausragende internationale Künstler sind zu sehen, wie aus Tschechien Jana Mrazova, die bei ihren Strohapplikationen tausende kleine Strohblättchen auf das Ei appliziert, oder aus Ungarn Tünde Csuhaj, bei der Ätzungen und Bohrungen, besonders in Strauß- Emu- oder Nandu-Eiern zu bestaunen sind. Die Perforationskünstler waren schon immer eine Domäne in Kloster Eberbach. Der absolute Star war und ist Horst Opiola aus Baden-Württemberg, bei dem mitunter nur noch ein Gerippe aus Eischale ein erlesenes Kunstwerk darstellt. Doch auch die faszinierende Künstlerin Sonnhild Rößler ist zu nennen; bei ihr flattern durch Fräsen entstandene Schmetterlinge über das Ei, die zudem noch kunst- und stilvoll bemalt sind. Nun sind noch weitere neue Perforationskünstler hinzugekommen, wie z.B. der aus Bayern stammende Hans-Jürgen Preuß, der eine exzellente Technik aus Ornamenten und stilistischen Blumen zeigt. Stolz vermeldet die Organisatorin, dass mit Stefano di Bortoli in diesem Jahr ein Künstler aus Italien dabei ist, dessen bezaubernde Städtebilder so ausdrucksstark auf das Ei gemalt sind, dass man mitunter glaubt ein Spitzwegbild zu sehen.  

So gibt es kaum eine Gestaltungstechnik  für Ostereier die man in Kloster Eberbach  nicht bewundern kann. Selbst wer kein Sammler auf dem Gebiet der ovalen Kunstwerke ist, wird fündig. Sei es bei der Schönheit der Natureier, die einlädt zum Selbstgestalten oder zur Dekoration, aber auch bei österlichen Kreationen aus dem Keramikbereich zur Verschönerung der Wohnung. Saat für die Osterwiese und eine weit gestreute Literaturpalette runden das Angebot ab. Auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen. Erlesene Konditoren-Leckereien zur Osterzeit werden angeboten vom Weltmeister der Konditoren - Bernd Siefert aus Michelstadt, und zur zwischenzeitlichen Stärkung reichen, wie immer, die Mitglieder des Blasorchesters Hallgarten  kleine Imbisse, Kaffee und Kuchen, sowie einen edlen Tropfen aus dem Rheingau, aus den Kellern der Hessischen Staatsweingüter. Auch für die Kleinen gibt es, wie seit Jahren gewohnt, die beliebte Kindermalstube. Das Kloster Eberbach bietet fakultativ an beiden Tagen geführte Besichtigungen durch die Klosteranlage an.

Geöffnet ist die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft des Landrats des Rheingau-Taunus-Kreises, Burkhard Albers steht,  am Samstag den 23. Februar von 11 bis 18 Uhr und Sonntag den 24. Februar von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5,00 €  - Kinder bis 12 Jahre sind frei. Die Autofahrer sollten beachten: es besteht Einbahnstraßenführung, sodass nur eine Zufahrt über Kiedrich gegeben ist. Wer die Parkplatzsuche umgehen will: es fahren stündlich - jeweils 1 Minute vor jeder vollen Stunde – Linienbusse (gebührenpflichtig) ab Bahnhof Eltville bis direkt zum Eingang Kloster Eberbach. Auch die Rückfahrt nach Eltville ist gesichert - alle Stunde bis 23.39 Uhr.


 

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Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Günter Neitzer (Pressekontakt),