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| l Originalbericht aus der Zeitung RHEINGAU-ECHO vom 24. März 2011 Internationaler Rheingauer Ostereiermarkt in Kloster Eberbach mit mehr als 75 Ausstellern aus zehn Nationen
Die Aufnahme zeigt ein von Brunhilde und Gerhard Weiß geschaffenes Kunstwerk und zeigt Maria, Josef und das Jesuskind in einem Osterei. Rheingau. (mh) – "Rekordverdächtig", lautete die Bilanz von Johanna und Günter Neitzer am Ende des Internationalen Rheingauer Ostereiermarktes am vergangenen Wochenende. Tausende von Besuchern hatten sich die von mehr als 75 Ausstellern aus zehn Nationen präsentierten rund 12.500 filigranen Kunstwerke angeschaut, gestaunt und auch gekauft. Auch der Schirmherr, Landrat Burkhard Albers, kam aus dem Staunen kaum heraus. Er sei, wie er nach dem Rundgang durch das Laiendormitorium sagte, "von der Kreativität der Aussteller und der Vielfalt ihrer künstlerischen Arbeiten total beeindruckt". Er danke der Familie Neitzer, "die die Ausstellung im 16. Jahr mit großem Sachverstand und viel Fingerspitzengefühl auf die Beine gestellt hat". Der Ostereiermarkt zähle auch in diesem Jahr wieder zu den absoluten Höhepunkten in Kloster Eberbach, der eine große Zahl mit dem Kloster verbundenen Menschen anlockte, "die die filigranen Kunstwerke auf zerbrechlichen Schalen nicht nur bewundern, sondern diese hoffentlich auch kaufen". Er würde sich sehr freuen, "wenn möglichst viele dieser Gäste auch im Sommer den Rheingau besuchen, dabei bei unseren Winzern einkehren und für etwas Umsatz sorgen. Auch in diesem Jahr hatte Johanna Neitzer alle Register gezogen, um den immer anspruchsvoller gewordenen Besuchern gerecht zu werden. Obwohl zu Recht die Frage gestellt werden darf, ob es eigentlich etwas in der Eiergestaltung gibt, was man nicht in Kloster Eberbach sehen konnte, war es ihr dank exzellenter Kontakte zur Künstlerszene gelungen, wiederum neue Aussteller zu gewinnen. Dazu zählte Helga Heckelsmüller aus Oberschwaben, deren Einrichteier immer wieder im Blickpunkt der Besucher standen. Aber auch der der Stand von Gertrud Spiegelhalter aus dem Landkreis Tübingen, an dem mit gebackenen Springerle österliches Brauchtum bewundert werden konnte. Ebenso wie der ansprechende österliche Holzschmuck von Gerlinde und Karl Schmitt aus dem Westerwald, der zur Dekoration jeder Wohnung passt. Viel Lob erhielt Neitzer vor allem von Stammbesuchern dafür, dass in diesem Jahr einige Künstler anwesend waren, die mehrere Jahre pausiert hatten. Darunter die Ungarin Tünde Csuhaj, deren filigrane Kunst der Perforation vor allem auf Nandu-, Emu- und Straußeneiern von Kennern als meisterlich bezeichnet wurde. Wieder mit von der Partie war auch Angelika Metzen-John aus Bad Homburg. Während sie in früheren Jahren exakte spanische Schwarzstickerei auf dem Ei präsentierte, konnte man jetzt originalgetreue klassische Muster in bezaubern sanften Farben bewundern. Viel Bewunderung erfreuten sich auch die Exponate der Eiergestalter, die schon seit Jahren die Eberbacher Ausstellung bereichern und zu deren guten Ruf beitragen. Hannelore Heise aus Berlin perforiert filigran, Loch an Loch, Eier mit einem Zahnarztbohrer und bemalt sie mit Ölfarbe zumeist in zarten Blautönen, so dass jedes Ei zu einem wahren Kunstwerk wird. Hervorzuheben sind auch die Arbeiten der aus Russland stammenden Künstler Elena und Alekssej Kitaev. Bei der Darstellung schwermütiger Landschaften, strahlender Ikonen oder tiefsinniger Porträts ist es ihnen meisterhaft gelungen, die russische Seele auf Kalkschalen zu verewigen. Auch russisch, aber grundverschieden sind die meist auf Holzeier gemalten Miniaturen von Tamara Kogan. Sie arbeitet mit Tempera, Aquarell und vor allem Gold. Dadurch verleiht sie ihren Exponaten eine starke Ausdruckskraft. "Beim Ausmisten des Geflügelstalles habe ich mich immer wieder an der Vielfalt der Federn erfreut und habe dann begonnen, diese Kleinode zu sammeln, denn die Natur ist wunderbar", beschreibt Ursula Müri aus Giggisberg in der Nähe der Berner Voralpen die Entdeckung einer weiteren großen Leidenschaft ihrer Eier-Kunst. Ihre mit viel Geduld und langjähriger Erfahrung angewandte Technik, echte Federn auf naturfarbene Eier zu applizieren, ist bis heute einmalig und hat ihr für ihre "Feder-Eier" auch schon Kunstpreise eingebracht. Sammler künstlerisch wertvoller Eier kamen unter anderem bei der Österreicherin Gisela Stadlberger auf ihre Kosten. Ihr Hobby ist das Malen von Beerenfrüchten in Aquarell. Da sie jedes Jahr eine neue Beere auf den Eiern präsentiert, kommen Sammler nicht umhin, jedes Jahr ein neues Ei zu kaufen. Die aus den Niederlanden stammende Künstlerin Norma Venrooij-Roselle demonstriert ihre Heimat in strahlendem Delfter Blau. Doch der näher hinschauende Betrachter entdeckte auch faszinierende Gemälde aus der Historie. Seien es Indianer, die mit Bisons kämpfen, oder stolze Segelschiffe, die der stürmischen See trotzen. Besonders Pferde sind ihre Lieblingstiere, die sie naturgetreu in brillanten Farben als Kontrast zum Delfter Blau darstellt. Weihnachten an Ostern zeigte das Ehepaar Weiß aus dem Allgäu, denn sie zauberten die Krippe mit Josef, Maria und dem Jesuskind auf ein Osterei und spiegelten auf weiteren Exponaten altes bayerisches Kulturgut wider. Im direkten Gegensatz, doch auch von faszinierender Schönheit, präsentierten sich die im modernen Stil bemalten Schmuckeier von Lissy Genoveva Mischke aus Kerpen. Ob Vögel, Fische oder auch Häuseransichten, die Strahlkraft dieser Kunstwerke beeindruckte die Besucher in hohem Maße. Da die Aussteller immer wieder bereitwillig Fragen der Besucher zur Entstehung ihrer kunstvollen Exponate beantworteten, war auch der Stand von Diana Neitzer immer wieder dicht umlagert. Dort konnte Jeder, vom ein Zentimeter großen Ei der Zwergwachtel bis zum 20 Zentimeter großen Ei des Straußes, Natureier erwerben, um zu Hause die eigenen künstlerischen Fähigkeiten auszutesten. Während viele der Besucher sich die Stände der Aussteller scharten, waren viele der kleinen Gäste in die Kindermalstube gekommen, um unter Anleitung von Heidi Bender und Edith Mis sowohl Hühnereier als auch Holzteile zu bemalen, die sie mit nach Hause nehmen durften. Für das leibliche Wohl der Gäste hatten einmal mehr die Mitglieder des Blasorchesters Hallgarten mit kleinen Imbissen, Kuchen und Kaffee sowie Wein aus den Kellern der Hessischen Staatsweingüter gesorgt.
Vorbericht zum 16. Internationaler Rheingauer Ostereiermarkt
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Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Günter Neitzer (Pressekontakt), |
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